Kleiner Gartenrundgang 2017: Was tat sich so im Waldgartenbeet?

So, es ist mal wieder soweit: die meisten Beete sind abgeerntet und nur noch ein paar Winterkulturen wachsen langsam vor sich hin. Zeit einen kleinen Rückblick zu machen.

Wie war das Gemüsejahr 2017? Furchtbar nass!

Insgesamt war es wirklich nass in diesem Jahr. Der Sommer hier war komplett verregnet und recht kalt. Das hat so einigen Pflanzen gar nicht gefallen (meinen Nacktschnecken aber umso mehr!).

Die Tomatenernte war dürftig: die Pflanzen haben einmal getragen und sind dann kaum noch weiter gewachsen, weil es zu nass-kalt für sie war. Und dann kam auch schon die Braunfäule. Kein Wunder bei dem Wetter.

Was lerne ich daraus: ein Dach für meine Tomaten wäre doch was Tolles.

Tomatenbeet im Juli

So sahen die Tomaten im Juli aus: nicht perfekt gepflegt (anbinden und ausgeizen kam ein bisschen zu spät) aber schön kräftig

Tomatenbeet im August

Im August gab es eine schöne Ernte. Aber danach kam nicht mehr viel.

Was wächst noch im Waldgartenbeet? Mehrjähriges Gemüse natürlich!

Also das Beet liegt an der Stelle wo später einmal der Waldgarten hin soll. Daher dachte ich mir, kann ich die die entweder schattenverträglich sind oder mehrjährig schon mal hier ansiedeln. Und da sind auch schon einige zusammen gekommen:

Erdbeeren als Dauerkultur:

Das war eine prima Ernte dieses Jahr. Vier Pflanzen hatte ich letztes Jahr gepflanzt und von denen konnte ich mehrmals eine kleine Schüssel voll ernten.

Mischkultur Erdbeeren Knoblauch Zwiebeln

Hier die Erdbeeren mit Knoblauch (lange dünne Blätter) und Steckzwiebeln (kurze runde Blätter) als Mischkultur

Die Zwiebeln haben leider keine Ernte gebracht. Die sind zwar gut gewachsen, aber dann haben die Nacktschnecken unten die Blätter durchgebissen. Die schrecken echt vor nichts zurück! Am Ende waren die Steckzwiebeln nicht viel größer als vorher.

Abgefressene Zwiebeln

Abgefressene Zwiebeln

Davor hatte ich in dem Beet schon mal Möhren und Zwiebeln ausgesäht, aber das hat wie im letzen Jahr nicht funktioniert: da wurden quasi schon die Keimblätter abgefressen und wenn mal ein zartes Pflänzchen durchkam wurde es halt im Jugendstadium abrasiert. Traurige Bilanz von 3 Reihen Möhren und 2 Reihen Zwiebeln: 1 mittelgroße Möhre.

Möhre durch Schneckenkragen geschützt

Die einzige Überlebende

Im Frühjahr hab ich noch einige Erdbeerpflanzen gesetzt. Unter anderem einige Walderdbeeren und die haben inzwischen die Herrschaft über das halbe Beet übernommen.

Winterheckenzwiebeln – Auch bekannt als Frühlingszwiebeln

Ich habe einen Topf mit 4 kümmerlichen Winterheckenzwiebeln geschenkt bekommen. Das bot sich an, die zwischen die Erdbeeren zu pflanzen. Die sollen sich ja im Sinne der Mischkultur günstig beeinflussen. Und mittlerweile kann man bei den Winterheckenzwiebeln auch schon ernten. Das sind im Grunde genommen mehrjährige ausgewachsene Frühlingszwiebeln, bei denen man die grünen Schlotten erntet.

Winterheckenzwiebeln nach dem Pflanzen

Anfang Juni: 4 Kleine Pflänzechen. Aber keine Angst! Die haben sich prachtvoll entwickelt!

Mischkultur Erdbeeren Winterheckenzwiebel

So sehen Sie jetzt aus: 5 Monate später (ich hab allerdings schon ein paar mal geerntet)

So, das waren die häufigsten Mehrjährigen im Beet.

Daneben wachsen noch ein paar andere am Rand:

  • Schnittlauch (ich komm mit dem Ernten kaum hinterher)
  • Schokoladenminze (nicht so ganz mein Geschmackt, wuchert, wie die meisten Minzen)
  • Mehrjährige Rauke/Rucola (kümmert vor sich hin, werde sie nächstes Jahr mal umsetzen)
  • Liebstöckel (ein Zwerg, Nachbar der Rauke. Vielleicht mögen die sich nicht?)
  • Cola-Rauke (die heisst so weil sie exakt wie die Colafläschchen von Haribo riecht. Allerdings kann ich mit dieser Geschmacksnote nicht so viel anfangen… Ich wollte mal ausprobieren, ob die als Beetumrandung gegen Nacktschnecken hilft.)
  • Gemüse-Ampfer (im gleichen Topf war der Samen eines Fingerhuts. Der ist schon mal zielich gut gediehen, der Ampfer dagegen ein Zwerg)
  • Borretsch/Gurkenkraut (der hat sich selber eingeladen, und wie ich den kenne, wird man den auch nie wieder los. Ein sich selbst aussähendes Gemüse. Immerhin, die Blüten machen aus jedem Salat einen Hingucker)

Und mein Neuzugang: Rhabarbar

Ok, auch das ist noch ein Zwerg. Als ich ihn bekommen habe hatte er 2 Blättchen mit ca. 3 cm Länge. Aber ich bin zuversichtlich. Bei unserem Niederschlag hier sollte der sich Pudelwohl fühlen.

Rhabarbar - ein winziger Setzling

Da ist der Kleine: hat in wenigen Tagen schon ettliche neue Blätter bekommen. Liegt wahrscheinlich an dem reinen Kompost der in dem Topf war.

Und was wächst da noch so?

Da ist noch ein einzelner Grünkohl vom letzten Jahr übrig geblieben. Ich hoffe, den kann ich dieses Jahr beernten.

Dann hab ich noch Pflücksalat zwischen die Erdbeerableger gepflanzt.

In der rechten Beethälfte hatte ich Feldsalat und Teltower Rübchen ausgesäht. beim Feldsalat ist wenigstens was aufgelaufen. Die Rübchen wurden wohl mal wieder direkt nach dem Keimen abrasiert.

Blumenkohl hatte ich auch mal gepflanzt, aber der ist auch nichts geworden. War wohl schon zu spät und die Setzlinge waren kümmerlich. Die haben ausschließlich die Tierwelt gefüttert…

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