Ein Himbeerbeet entsteht

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Ich hatte von meiner Mutter einen Kübel mit Himbeeren bekommen. Da in dem Topf ordentlich Kompost drin war und ich einfach nicht wusste wohin damit habe ich sie erst einmal den Sommer über dort stehen gelassen und fleissig geerntet. Nicht viel aber zum Naschen genau richtig.

Jetzt fingen sie aber an zu kümmern (gelbliche Blätter, kaum neue Triebe) und der Kompost war schon merklich aufgezehrt. Ein neues Beet musste her. Oder besser bei Himbeeren reicht wohl ein Stück Rasen an einem passenden Standort. Himbeeren sind nämlich echte Waldbewohner und freuen sich daher über einen Streifen Waldrand mit leicht saurem Boden.

Mitten im Garten habe ich ein Plätzchen, das zwar nicht optimal ist, aber für ein paar Jahre reichen dürfte: unter einer kleinen Kiefer. Diese hatte ursprünglich 2 Stämme, aber den einen hab ich abgesägt, da er krumm war und unten schon recht kahl. Die Nadeln sind immer dahin gerieselt, wo jetzt die Himbeeren stehen. Dort haben sie auch Halbschatten mit ein wenig Sonne und stehen halbwegs windgeschützt. Wind mögen Himbeeren wohl überhaupt nicht.

Ich habe mir also einen Streifen Wiese unter der Kiefer ausgesucht. Ich dachte mir eine Doppelreihe wär ganz praktisch zum Pflücken von beiden Seiten. Außerdem bleiben Himbeeren eh nicht da wo man sie hinpflanzt. Über die Jahre wandern sie oder sähen sich woanders aus.

Als erstes habe ich die Pflanzen in dem Kübel auseinander gepflückt um zu wissen wie viele das denn sind. Dann habe ich einfach mit der Hacke ein kleines Loch in die Grasnarbe gemacht und mal Probe gegraben. Das war eine gute Idee denn zu nah an der Kiefer waren ein paar dicke Baumwurzeln im Weg. Also fängt die Reihe jetzt etwas weiter von der Kiefer entfernt an.

Dann habe ich den Boden mit der Grabgabel gelockert (3x die Grabgaben ganz einstechen und ordentlich dran rütteln, zweimal längs einmal quer). Und dann wurde mit der Hacke ein Loch gegraben. Nicht zu tief, denn Himbeeren soll man nicht tiefer pflanzen, als sie vorher standen.

Himbeeren-pflanzen-mit-Hacke-Duenger-und-Grabgabel

Alles was man braucht: Grabgabel, Hacke, HImbeere, Hornspäne und ein bisschen Mykorhiza und natürlich den passenden Standort

In das Loch kam eine Portion Hornspäne und ein bisschen Mykoritza-Granulat. Das sind Pilzsporen, die gerne Symbiosen mit den Wurzeln eingehen und so für guten Wachstum sorgen.

Hornspaene-und-Mykorrhiza-im-Pflanzloch

Dann kam die Himbeere rein. Wieder zu schaufeln, andrücken und fertig. Gießen war nicht nötig. Es hatte den Vormittag in Strömen geregnet und 2 Stunden später fing es wieder an.

Fertiges Himbeerbeet

Noch sehen die Blätter ziemlich gelb aus, aber ich hoffe mit genug Erde unter den Wurzeln sehen die bald wieder gesünder aus.

So sah dann das Ergebnis aus: 10 Himbeerpflanzen in einer Doppelreihe als Wegbegrenzung. Später hab ich dann noch ein paar Kiefernzweige als Mulch drunter gepackt, die von der gefällten Kiefer übrig waren. Mal schauen, ob es den Himbeeren dort gefällt. Viel Arbeit war das jedenfalls nicht 🙂

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