Gartenrundgang im Juni

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Da ich letztens zufällig fast alles im Garten fotografiert habe, dachte ich mir, daraus mache ich doch einen kleinen Gartenrundgang. Neben den Projekten und der Entwicklung der einzelnen Beete erwartet euch auch noch ein Foto der täglichen Ernte und ein Überblick darüber das was dieses Jahr alles nicht geklappt hat. Also eine bunte Mischung.

Bäume im Waldgarten

Ich habe es dieses Frühjahr endlich geschafft, die ersten Apfelbäume als Grundstock für den Waldgarten in die Erde zu bekommen. Ich arbeite noch an einer Serie zur Pflanzung, aber da müsst ihr noch ein bisschen Geduld haben.

Beerenobst im Waldgarten – die Stauchschicht

Endlich sind die ersten Ernten in Sicht! Leider nicht so viel wie erhofft.

Maibeere: ein Misserfolg

Ein Strauch hat gar nicht geblüht, der zweite hat prima geblüht, aber keine Früchte angesetzt. Vielleicht fehlte ihm der 2. als Bestäuber? Ich werden den Strauch der nicht geblüht hat, wohl umpflanzen, da ich ihn doch sehr schattig gepflanzt habe 🙁

Himbeeren: lecker, aber viel Ungeziefer

Überall reife Himbeeren

In diesem Himbeerbeet wächst eine Sorte mit schönen großen Früchten. Aber leider ist die Sorte etwas empfindlich gegen Regen. Da ich die Himbeeren nicht rechtzeitig hoch gebunden habe, muss ich sie jetzt suchen.

Die Himbeeren haben gerade ziemlich viele Früchte. Sie gedeihen prächtig, bis auf ein Beet in dem sie von Farn überwuchert werden. Da muss ich noch mal ran. Leider haben sie recht viele Krankheiten und Ungeziefer, also Maden. Da muss man beim Pflücken genau hinschauen und aussortieren. Aber ich bin zuversichtlich: meistens ergeben sich solche Probleme mit der Zeit von alleine, wenn sich das biologische Gleichgewicht einmal eingependelt hat.

HImbeerbeet mit neu gepflanztem Apfelbaum im Vordergrund

So sieht jetzt das Himbeerbeet aus, dass ich letzen Sommer aus der Not heraus eingepflanzt habe. Die alten Ruten sind noch recht klein, da vom letzen Jahr, aber die neuen sehen gut aus.

Heidelbeere: Viele Blüten aber kaum Früchte

Die Heidenbeere wurde schon fast zur Blühte gepflanzt. Ich weiß nicht, ob ihr das gefallen hat. Blüten waren da ohne Ende aber nur eine Hand voll Früchte. Es heisst ja immer, die Heidelbeere braucht noch eine andere Sorte als Befruchter? Ich werde mir das mal im nächsten Jahr genauer ansehen…

Japanische Weinbeere: sieht prachtvoll aus

Japanische Weinbeere mit zahlreichen Knospen

Hier hoffe ich auf eine reiche Ernte. Der Strauch ist kräftig und hat unzählige Knospen (die roten Puschel). Nur das Klettergerüst für die Weinbeere wartet immer noch auf den Baubeginn.

Stachelbeere: sehr beachtlich was da dran hängt!

Ein kleiner Stachelbeerstrauch voller Früchte

Der Strauch ist erst 1 Jahr alt und vielleicht gerade einmal 35 cm hoch, aber alle Äste hängen voll mit Früchten.

Josta-Beere: großer Strauch mit wenig Früchten

Unreife Josta-Beeren

Der Strauch wächst prima, aber nur ein kleiner Astabschnitt hat Früchte dran. Ich hoffe, das ändert sich nächstes Jahr, denn so kenne ich die Josta-Beere gar nicht.

Schwarze Johannisbeere: Totalverlust

Ach ne, doch nicht. Eine einzige Beere hängt an dem Strauch. Der hatte zwar gut angesetzt, aber irgendein Ungeziefer hat den Fruchtansatz kaputt gemacht. 🙁

So, kommen wir jetzt zu den Beeten

Das Waldgartenbeet

Waldgartenbeet im Juni

Hier steht jetzt ein Apfelbaum mitten drin. Aber so soll es ja auch sein 😉

Im Hintergrund hat sich ein Fingerhut ausgesäat. Das meiste andere sind Wildkräuter und mehrjärhige Gemüse: viele Erdbeeren, noch mehr Walderdbeeren, vorne links 2 Zackenschoten, rechts hat sich Borretsch/Gurkenkraut ausgesäat. Am Rand habe ich 3 Kürbisse gepflanzt, in der Hoffnung, dass diese sich auf dem Rasen breit machen, aber sie wachsen recht langsam an.

Ewiger Kohl mit Schneckenfraß

Der ewige Kohl ist bei den Schnecken sehr beliebt. Da komme ich gar nicht zum Ernten…

Walderdbeeren mit großen Früchten

Die Walderdbeeren gedeihhen prächtig und haben fast das ganze Beet überwuchert. Und das in einem Jahr!

Was hier nicht geklappt hat:

  • Einjähriger Rucola: den mochten die Nacktschnecken
  • Rote Beete: das war wohl der falsche Aussaatzeitpunkt: sie liefen gut auf, sind dann aber nicht weiter gewachsen und waren dann weg.
  • Mangold: Ist aufgelaufen, aber auch nicht richtig ins wachsen gekommen.

Sonnengarten:

Kleines Beet mit Möhren und Zwiebeln

Dieses Beet war ein voller Misserfolg: Ich habe 3 Reihen Möhren gesäat, aber es sind kaum welche aufgelaufen. Die, die aufgelaufen sind, wurden dann von den Nacktschnecken beseitigt. Der Dill im Beet wurde ebenfalls vertilgt.

Dazwischen wuchsen 2 Reihen Steckzwiebeln, die wunderbar losgewachsen sind, bis die Schnecken sie gefunden hatten. Meine Schnecken lieben nämlich Zwiebeln.

Zwiebeln und Möhren

So sah das Beet am 4.Juni aus. Da sind die Zwiebeln nur leicht angeknabbert…

Abgefressene Steckzwiebeln durch Nacktschnecken

Und so sahen sie 12 Tage später aus: nur noch Stümpfe von den Zwiebeln übrig. Und das obwohl ich versucht habe, es den Schnecken mit ordentlich Sägemehl ungemütlich zu machen. Aber das Zeug hilft nur, wenn es trocken ist.

Kleines Beet mit Zucchini und Ölzucchini

Eine große Zucchini und 2 Ölzucchini

Hier steht eine Zucchini mit 2 kleineren Ölzucchini davor. Die eine ist wohl von den Schnecken erlegt worden.

Der eigentliche Gemüsegarten

Gemüsebeete in der Wiese

Im Vordergrund gedeihen die Tomaten, dahinter die Zuckererbsen.

1. Beet: aktuell Tomaten und die letzen Pflücksalatreste

Hier habe ich Spinat ausgesäat, ist aber nicht aufgelaufen. Dann habe ich Porree ausgesäht, nachdem bei der Anzucht im Haus nichts gekeimt hat, war hier aber auch nicht besser. Der Mizuma zwischen den Tomaten wurde auch ein Opfer der Schnecken.

2. Beet: aktuell: Zuckererbsen

Die normalen Erbsen sind so gut wie gar nicht aufgelaufen, die 2 Sorten Zuckererbsen dagegen prächtig. Die Hohen sind jetzt schon größer als ich. Auf der Packung stand Höhe 1 m.

3. Beet: aktuell: Erdbeeren und Paprika

4. Beet: Tomaten

5. Beet: Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi und Rote Beete

Kohl und Rote Beete in Mischkultur

So lange ich die Schnecken nicht in den Griff bekomme, wird hier nicht gemulcht.

Den Kohl habe ich vorgezogen, aber wie ihr seht waren die Schnecken dran: von den 6 Brokkoli in der hinteren Reihe werden wohl nur 1-2 was.
Von den 5 Blumenkohl sind nur noch 2 auffindbar.
Die Kohlrabi-Setzlinge waren gekauft. 2 sind jetzt langsam erntereif, die anderen 3 von Schnecken zerlöchert.
Aber ich bin stolz auf die rote Beete ganz vorne. Die ist wohl zum richtigen Zeitpunkt ausgesäht worden, denn die ist sofort los gewachsen und gedeiht prächtig. Aussaat war Ende April. Also ca. 2 Wochen später als die im Waldgartenbeet.

6. Kartoffeln im Mulchbeet

Kartoffeln im Mulchbeet

Ein Klassiker der Permakultur: Der Mulch tötet das Gras ab, so dass ich das Beet nächsten Jahr normal bepflanzen kann und nebenbei sind im Herbst die Kartoffeln reif. Nur für die Selbstversorgung reicht die Fläche leider nicht aus 😉

7. Kulturen in der Wiese

Kürbisse in der Wiese, vorne Topinambur

Hier hatte ich die Idee, dass die Kürbisse die Wiese überwuchern, aber sie kommen jetzt erst so langsam ans wachsen…

Saubohnen in der Wiese

Hier wachsen Saubohnen. Aber die werde ich nächstes Jahr nicht mehr in der Wiese pflanzen: sie leiden zu sehr unter den Schnecken. Da kommen keine kräftigen Pflanzen bei raus. Ich hatte mal eine Artkel gelesen, dass Saubohnen gut damit zurecht kommen, wenn sie direkt in die Wiese gepflanzt werden, aber nach 2 Versuchen erweist sich das bei mir nicht als praktikabel.

8. Beet: Buschbohnen, Stangenbohnen und Sonnenblumen

Buschbohnen, Stangenbohnen und Sonnenblumen

Bei den Buschbohnen zeigte sich mal wieder, dass Schneckenkragen Nacktschnekcen nur begrenzt abhalten. Ziemlich viel Kahlfraß. Aber ich bin ja schon froh, wenn sie überleben. Die Stangenbohnen sind viel zu spät in die Erde gekommen. Und in der Mitte stehen ein paar Sonnenblumen (die übrigens auch von den Schnecken geliebt werden).

Und jetzt kommen wir zur Ernte

Ich habe mal fotografiert, was ich so jeden Tag aus dem Garten hole.

Tägliche Ernte Mitte Juni

Im Moment sind das die letzen Erdbeeren, Walderdbeeren, die Himbeeren fangen gerade an und pro Tag eine Hand voll Zuckererbsen. Ein paar Blätter Pflücksalat könnte ich noch dazu legen, aber den ernte ich eigentlich nur alle paar Tage, da ich nicht so der Salatesser bin.

Es ist also noch ein langer Weg zur Selbstversorgung…

 

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